Prof. Monika Grütters, MdB,Vorsitzende des Kulturausschusses |
 



   
Interview - 24.02.2008
Drucken

Nachdenken über die Hauptstadt. Monika Grütters im Gespräch auf rbb-Inforadio bei Alfred Eichhorn

„Arm aber sexy“ – und wie weiter? war das Thema der rbb-Sendung „Das Forum – die Debatte im INFOradio“ am 24.02.2008. Darüber diskutierten die Podiumsgäste Prof. Monika Grütters, MdB, Mitglied des Ausschusses für Kultur und Medien, CDU/CSU, Dr. Thomas Flierl, MdA, Die Linke und ehemaliger Kultursenator, Prof. Dr. Jobst Fiedler Public Management, Hertie School of Governance und Stefan Richter, Geschäftsführer Grüne Liga, Landesverband Berlin und Initiativkreis "Stadtgespräch".

Audio-Datei im mp3-Format (20:32 min/5,87 MB)

Welche Themen sollten im Vordergrund stehen, wenn über Berlin geredet und nachgedacht wird?, so die Frage der Sendung. Die besten Köpfe der Metropole an den verschiedensten Orten reden darüber, wie es mit Berlin weitergehen sollte. "Berlin braucht eine bürgerschaftliche Verständigung darüber, wie die Stadt voran gebracht werden kann" meinen die Aktivisten des "Stadtgesprächs - Berlin".

Als Bundestagsabgeordnete aber auch Wahlberlinerin kritisierte Monika Grütters in dieser Runde die von der Landespolitik permanent erhobenen Forderungen an andere, insbesondere den Bund, etwas für ihre Hauptstadtkultur zu tun, statt selber anzupacken. An die Adresse der politisch Verantwortlich richtete sie den Hinweis: Es sei nicht einfach, Berlin als Hauptstadt der gesamten Republik zu vermitteln, wenn die Stadt das nicht mit großer Begeisterung selber tue.


Dr. Thomas Flierl, MdA (Die Linke), Prof. Jobst Fiedler (Public Management, Hertie School of Governance), Prof. Monika Grütters, MdB (CDU/CSU), Stefan Richter (Geschäftsführer Grüne Liga, Landesverband Berlin und Initiativkreis "Stadtgespräch") und der Moderator Alfred Eichhorn (v.l.n.r.)

Völlig unverständlich ist für die Abgeordnete die Haltung des Regierenden Bürgermeisters, der eines seiner besten Kulturhäuser, so die Staatsoper, am liebsten komplett an den Bund abschieben würde. Damit schade er nur ihrem guten Ruf anstatt auf Bundesebene Begeisterung für die Kulturangebote Berlins zu wecken, die dann auch auf eine andere Bereitschaft zur Unterstützung stießen. Nur so sei es dem Bund zu vermitteln, dass er als erster von einer Kulturblüte Berlins profitiere. Schließlich wächst nationale Identität zuerst aus dem Kulturleben eines Landes.

In der weiteren Debatte mahnte Monika Grütters angesichts des Beharrens auf einem Verfassungsmechanismus zur Verabschiedung eines Bundesgesetzes über den Status der Hauptstadt an, nicht zu übersehen, was im Alltag tatsächlich geschehe. Fakt sei, dass 42 Prozent des Haushaltes von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nach Berlin gingen. Das müsse gegenüber den anderen Bundesländern immer wieder neu gerechtfertigt werden. Hinzu käme, dass unter keiner Vorgängerregierung der Kulturanteil für Berlin so stark angestiegen sei, wie in den letzten zwei Jahren. Keine Bundesregierung habe Berlin als Hauptstadt zuvor so offensiv in Anspruch genommen und gerade kulturell so souverän vertreten wie die Regierung Merkel.

Die vollständige Debatte im INFOradio finden Sie auf der Internetseite des Senders.

   
News-Ticker

Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
0.39 sec. | 1124 Views