Prof. Monika Grütters, MdB,Vorsitzende des Kulturausschusses |
 



   
Reisebericht
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Monika Grütters auf Delegationsreise zu den Italienischen Goethe-Instituten

Im Auftrag des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik besuchte Monika Grütters im Rahmen einer achttägigen Dienstreise Anfang des Jahres fünf Goethe-Institut in Italien. Seit einigen Jahren wird dort das sogenannte Regionalprinzip praktiziert. Seit 2005 ist Italien Modellregion für die neue Mittelvergabe, der Budgetierung. Die Reise sollte einen Eindruck über die Wirksamkeit dieser Arbeitsweisen verschaffen.


Dr. Joachim Blüher, Direktor der Deutschen Akademie Rom, und Monika Grütters vor der Villa Massimo

Vom 30 Januar bis zum 6. Februar 2008 besuchte die Abgeordnete zu diesem Zweck die Institute in  Neapel, Rom, Genua, Turin und Mailand. Die Situation des Institutes in Palermo war bereits Anlass einer früheren Delegationsreise. In keinem Land der Welt hat Deutschland so viele Kulturinstitute wie in Italien. Umgekehrt gilt dasselbe. Neben sieben Goethe-Instituten unterhält Deutschland in Italien die Villa Vigoni, die Villa Massimo, die Hertziana, das Deutsche Archäologische Institut, es gibt weitere 30 private Kulturinstitute, von denen 23 staatlich unterstützt werden, mehrere Auslandsschulen, und darüber hinaus u. a. das Deutsche Kulturhistorische Institut in Florenz. Diese kulturellen und kulturpolitischen Verbindungen beruhen auf der traditionell engen Beziehung Deutschlands zu Italien in diesem Bereich.

Goethe-Institut Neapel

Das Institut in Neapel wird von einer Ortskraft mit nur noch wenigen Mitarbeitern geleitet. Von den Bemühungen der Leiterin mit vergleichsweise geringen Programmmitteln ein attraktives und qualitätvolles Kulturangebot zu realisieren, konnte ich mich selbst überzeugen.

Es gibt es ein intensives Netzwerk des Goethe-Instituts mit anderen Einrichtungen. Die Zielgruppen werden erfolgreich angesprochen. Veranstaltungen sind in der Regel voll besucht. So auch Podiumsdiskussion zu der Fragestellung „Lui, Lei  L’Amica. Il Mediterraneo, I’Italia e la Germania“ („Die Kultur des Mittelmeerraumes - wie nehmen Italiener und Deutsche einander über die Kultur wahr?“). Als Podiumsgast diskutierte ich gemeinsam mit Dirk Schümer (FAZ, Kulturkorrespondent in Italien seit 2004), Jose Vicente Cirante Rives (Rektor des spanischen Kulturinstitutes Cervantes in Neapel), Prof. Luigi Masilo Murrini (Historiker an der Universität Orientale Neapel) sowie Vanna Vannuccini (Tageszeitung „La Republica“)  vor ca. 80 Besuchern.


Tagesspiegelredakteurin Andrea Dernbach und Monika Grütters

Beeindruckend in Neapel ist die Konkurrenz, insbesondere durch das Instituto Cervantes der Spanier. Diese haben sich entschieden, verstärkt in Süditalien namentlich Palermo und Neapel tätig zu werden. Noch im vergangenen Jahr war das Goethe-Institut Italien dagegen  optional zur Schließung vorgeschlagen. Sein Bestand ist unterdessen gesichert. Es darf jedoch nicht der Eindruck entstehen, die deutsche Kulturarbeit würde den Süden des Mittelmeerraumes vernachlässigen

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