Prof. Monika Grütters, MdB,Vorsitzende des Kulturausschusses |
 



   
Reisebericht
Drucken

Monika Grütters besucht Villa Massimo und Vatikanische Museen

Zwischen dem 02. – 06. Juni 2010 war Prof. Monika Grütters, MdB, in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages in Rom.

Die Abgeordnete nahm dabei als Vertreterin der Bundesrepublik Deutschland am offiziellen Festakt anlässlich des 100jährigen Bestehens der Villa Massimo teil und besuchte auf Einladung des stellvertretenden Direktors, dem Deutschen Kunsthistoriker, Prof. Dr. Arnold Nesselrath, die vatikanischen Museen.

Die Villa Massimo ist eine Kultureinrichtung im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen 1910 und 1914 vom Berliner Unternehmer und Mäzen Eduard Arnhold (1849–1925) erbaut, wurde sie dem preußischen Staat geschenkt und diente seither herausragenden deutschen Künstlern als Aufenthaltsort für ihre Romstudien. Die Wirren der zwei Weltkriege führten zweimal zu einer Konfiszierung der Villa durch den italienischen Staat, die Rückgabe nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zog sich sogar bis 1956 hin.

Heute vergibt die Deutsche Akademie Rom als Trägerin der  Villa Massimo und gefördert durch den Kulturstaatsminister jedes Jahr 10 Stipendien an junge Künstler, die über außergewöhnliche Qualifikationen und großes Talent verfügen und erste öffentliche Erfolge aufweisen können. Ihnen soll der Aufenthalt in Rom Inspiration und künstlerische Orientierung ohne finanzielle Engpässe in den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik (Komposition) ermöglichen. Ein wichtiger Gedanke ist dabei die gegenseitige Anregung der Künstler. In diesem Jahr ist auch die Trägerin des Deutschen Buchpreises 2009, Kathrin Schmidt aus Berlin-Mahlsdorf, unter den Stipendiatinnen der Villa Massimo.


Monika Grütters und Prof. Dr. Nesselrath vor der Messe von Bolsena, einem meisterhaften Wandbild Raffaels

„Die Villa Massimo ist ein Symbol für die engen kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland. Viele Stipendiatinnen und Stipendiaten haben von ihrem Aufenthalt sehr profitiert und haben sich später nationalen – und internationalen Ruhm erworben. Die Namen von  Anselm Kiefer, Hans-Magnus Enzensberger, Uwe Johnson, Durs Grünbein und nicht zuletzt der Nobelpreisträgerin Hertha Müller zeigen, wie wertvoll und wichtig die Villa Massimo für die Entwicklung herausragender Kunsttalente ist“, so Monika Grütters.

Zudem besuchte die Abgeordnete noch die Vatikanischen Museen. Prof. Dr. Arnold Nesselrath, deutscher Abteilungsdirektor und stellvertretender Direktor der Vatikanischen Museen, hatte Monika Grütters eingeladen und führt die Abgeordnete durch die Weltklasse-Sammlungen des Museums.

Besonders beeindruckt war die Abgeordnete von dem Wandbild der „Messe von Bolsena“, die einer der vier „Stanzen“ Raffaels im zweiten Stock des Vatikanpalastes ziert. Aufgrund von Restaurierungsarbeiten konnte die Abgeordnete die Arbeit auf einem Gerüst aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. „Einem Meisterwerk wie diesem so nahe zu kommen und die Feinheit der Renaissance-Malerei eines Genies wie Raffael aus allernächster Nähe begutachten zu können, war einfach spektakulär. Mein Dank gilt Herrn Prof. Dr. Nesselrath, der mir dieses einmalige Erlebnis ermöglicht hat“, so die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien.

   
News-Ticker

Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
0.55 sec. | 401 Views