KULTURTIPP "Unvergleichlich" – Kunst aus Afrika im Bode-Museum

Was hat Kunst aus West- und Zentralafrika mit Meisterwerken aus Byzanz, Italien und Mitteleuropa gemeinsam? Und wo liegen die Unterschiede? Gehen Sie in der Ausstellung „Unvergleichlich“ auf Entdeckungsreise. Noch nie wurden die Skulpturentraditionen beider Kontinente so umfangreich miteinander verglichen. Die über 20 Gegenüberstellungen veranschaulichen große menschliche Themen wie Macht, Tod, Schönheit, Erinnerung, Ästhetik und Identität. Mehr als 70 Hauptwerke afrikanischer Skulptur aus dem Ethnologischen Museum sind zu Gast im Bode Museum.

„Die Afrikanische Sammlung ist wie eine Wanderschaft durch die Alpen - von Gipfel zu Gipfel. Das anregende Zusammenspiel der afrikanischen Skulpturen mit unserer eigenen Sammlung verspricht nicht nur ein Fest für die Sinne zu werden, sondern wird grundlegend zu neuen Erkenntnissen führen“, so Dr. Julien Chapuis, Leiter der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst im Bode Museum Berlin.

Bis zur Einrichtung des Humboldt Forums bleiben die Meisterwerke afrikanischer Kunst im Bode Museum zugänglich.

Monika Grütters betont: „Diese Ausstellung macht Lust auf das Humboldt Forum. Auf eine neue Art und Weise verbindet die Ausstellung Kunstwerke unterschiedlicher Kontinente miteinander. Sie lädt zum Vergleichen ein - so wird zunächst das Offensichtliche deutlich, bis sich versteckte Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen lassen. Im Geiste des Humboldt Forums bringt diese ungewöhnliche Ausstellung die Besucher dazu, die eigene Sichtweise auf Kunst zu hinterfragen und neu zu entdecken - eine spannende Erfahrung. Am Ende steht auch hier die Erkenntnis, dass uns Menschen überall auf der Erde mehr verbindet als uns trennt. Überzeugen Sie sich selbst.“

Kuratoren dieser Ausstellung sind Jonathan Fine und Paola Ivanov vom Ethnologischen Museum – Staatliche Museen zu Berlin.