Literaturtipp: Bildband „Exodus“ von Sebastião Salgado

Mehr als sechs Jahre lang porträtierte der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado weltweit Menschen, die ihre Heimat aufgrund von Krieg, Völkermord, Unterdrückung, Elend und Hunger verlassen mussten. Seit sein Bildband "Migranten“ 2000 veröffentlicht wurde, sind neue Krisenherde entstanden, sind weitere Millionen an Menschen auf der Flucht. Unter dem Titel „Exodus“ erschien sein Bildband im Sommer 2016 deshalb in einer Neuauflage.

Für Sebastião Salgado sind Migranten und Menschen, die fern ihrer Heimat ein neues Leben aufbauen müssen, „heimliche Verbündete“. Durch seine eigene Flucht vor der brasilianischen Militärdiktatur nach Europa im Jahr 1969 erklärt sich seine tiefe, persönliche Verbindung zum einem Thema, das aktueller nicht sein könnte.