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Lesetipp
Christoph Poschenrieder:  „Mauersegler“

Fünf alte Freunde wagen ein Experiment und gründen eine Alten-WG in einer Villa mit Seeblick. Gemeinsam wollen sie die ihnen noch verbleibenden Jahre verbringen und nach einem jeweils erfolgreichen Berufsleben zusammen ihren Ruhestand genießen.
 

Sie rauchen, trinken, essen, was und wann sie wollen, leben frei und ohne die Kontrolle durch Ehefrauen oder Altenheimpersonal. 

Für den letzten Schritt schließen sie einen Pakt: Jeder von ihnen soll selbstbestimmt sterben können und kann dabei auf die Hilfe der Mitbewohner zählen. Denn es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie und mit wem man alt wird.

„Wir hatten immer gedacht, wir würden mit dem Sterben und dem Tod vernünftig umgehen. Nicht nur vernünftig, sondern lässig-nonchalant, so wie wir unsere Leben geführt hatten ...“

Als es dann für den Ersten unter ihnen ernst wird, aktivieren sie ein hochkomplexes Computerprogramm, das der Computerspezialist der WG ausgetüftelt hat. Und sie engagieren eine kirgisische Pflegekraft – die allerdings ihre ganz eigenen Vorstellungen hat, wie sie die Villa wieder mit Leben erfüllen kann. 
 
Es geht also auch um das Thema Sterben und Sterbehilfe, um Würde und Selbstbestimmung. So schwergewichtig das klingt – Poschenrieder verleiht seinem Roman hintersinnigen Witz und Leichtigkeit. 
   
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