Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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04.02.2010
Monika Grütters auf der Jahrestagung des Arbeitskreises kleinerer unabhängiger Verlage (AkV)

Am Donnerstag, 4. Februar 2010, nahm Monika Grütters an der Jahrestagung des AkV teil. Im Zentrum der Tagung stand eine Podiumsdiskussion zur zukünftigen Rolle der Verlage in der digitalen Welt.

Neben Prof. Monika Grütters waren auf dem Podium der Literaturkritiker Gregor Dotzauer, die Verleger Dietrich zu Klampen und Bernd Weidmann sowie die Bibliotheksdirektorin Prof. Dr. Claudia Lux vertreten. Die Moderation übernahm der Chefredakteur des Börsenblatts, Torsten Casimir.

Die Podiumsteilnehmer war sich dabei vor mehr als 100 interessierten Zuhörern darin einig, dass die Digitalisierung alle Verlage, große wie kleine, vor gemeinsame Herausforderungen stelle. Dass insbesondere die kleinen Verlage mithilfe des Internets ihre Nachteile in Bezug auf Reichweite und Vertriebsgröße ausgleichen und so ihre Sichtbarkeit verbessern könnten, wurde von allen Teilnehmern als positive Entwicklung herausgestellt.

Diesen neuen Chancen stehen aber auch neue Gefahren gegenüber. Als drängendstes Problem identifizierten die Verleger auf dem Podium die Frage des Urheberrechtes. Die stetigen Urheberrechtsverletzungen im Internet seien keine Bagatelldelikte und doch sei ein Unrechtsbewusstsein in diesem Punkt in weiten Teilen der Bevölkerung  kaum feststellbar.

Monika Grütters machte als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien deutlich, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum sei und dass die Politik in dieser Frage sehr viel Wert auf die Kooperation mit den Betroffenen lege. Sie forderte die Verlage auf, über die Problembeschreibung hinausgehende Lösungsvorschläge für die juristischen und technischen Herausforderungen der Urheberrechtsverletzungen im Internet vorzulegen.

Neben den Überlegungen zum Urheberrecht wurden schließlich auch Fragen der kulturellen Bildung diskutiert. Für Monika Grütters kommt gerade dem Verlagswesen bei Fragen der kulturellen Bildung eine wichtige Rolle zu. Dabei hatte die Abgeordnete auch einen konkreten Projektvorschlag zu machen: „Im Bereich der kulturellen Bildung hat das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ bereits spektakuläre Erfolge erzielt. Es wäre schön, wenn sich auch die Verlage einmal über die Möglichkeit eines ähnlichen Projektes Gedanken machen würden. In manchen deutschen Haushalten sind die Bücher mittlerweile von Fernseher oder Computer „abgelöst“ worden. Ein Projekt, das „Jedem Kind ein Buch!“ verspricht, wäre eine großartige Möglichkeit, Kinder und Jugendliche frühzeitig an das Lesen heranzuführen."

   
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