Bundesfest des Katholischen Deutschen Frauenbundes Berlin – KDFB-Kampagne „bewegen!“

03.07.2019

Das Bundesfest des Diözesanverbandes Berlin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. war am 2. Juli 2019 gleichzeitig auch die Berliner Auftaktveranstaltung der KDFB-Kampagne „bewegen!“.
Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Frage, wie das gesellschaftliche und politische Engagement christlicher Frauen in Zukunft aussehen kann. Die Kernthemen dabei sind: Glauben, Frauensolidarität, Lohngerechtigkeit, Weihe und Verantwortung.
Gemäß dem Leitgedanken „Nur wer bewegt ist, kann andere bewegen“ geht es darum, sich von der verbandlichen Stärke und Vielfalt des KDFB mit seinen rund 180.000 Mitgliedern, dem Zusammenhalt und dem Engagement in Politik, Gesellschaft und Kirche bewegen zu lassen.

Auch Monika Grütters ist Mitglied des Katholischen Deutschen Frauenbundes.
„Ich freue mich, beim traditionellen Bundesfest des Berliner Diözesanverbandes des KDFB auf die Kampagne „bewegen!“ aufmerksam machen und mit vielen interessierten Frauen ins Gespräch kommen zu können.
In unserer globalisierten Welt suchen viele Menschen nach Halt und Orientierung. Es tut weh, dass unsere Kirche darauf kaum noch Antworten findet. Die Katholische Kirche und auch der KDFB bewegen sich in ein neues Zeitalter. Machen Sie mit und lassen Sie es uns gemeinsam gestalten!“, betont Monika Grütters.

Mit Blick auf die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche plädiert Monika Grütters für die Zulassung von Frauen zu Weiheämtern in der Katholischen Kirche.
„Die kirchlichen Strukturen haben den sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen begünstigt. Mit mehr Frauen in der männerdominierten Kirche wären so viele Missbrauchsfälle nicht möglich gewesen. Frauen in Weiheämtern tragen außerdem dazu bei, das Gemeindeleben zu stabilisieren. Sie bringen Fähigkeiten mit, die sich von denen der Männer unterscheiden. Gleichberechtigung ist kein Selbstzweck. Durch die Beteiligung von Frauen entsteht Vielfalt, und die tut der Kirche gut“, so Grütters.

Hintergrund zum Bundesfest des KDFB Berlin:

Bereits seit 1934 feiert der KDFB am Tag von „Mariä Heimsuchung“ (2. Juli) das „Bundesfest“. Es wurde initiiert, um in der Zeit des Nationalsozialismus der Diktatur Hitlers zu trotzen und die innere Gemeinschaft der Frauen zu stärken. Die Feier ist ein fester Bestandteil des Berliner Verbandslebens. „Mariä Heimsuchung“ ist die Geschichte der Begegnung von Maria und Elisabeth, eine Geschichte tiefer Frauensolidarität.

Mehr zur Kampagne „bewegen!“ des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. finden Sie hier: https://bewegen-kdfb.de

 

[Foto v.l.n.r.: Maren Gienapp, Sandra Courant, Prof. Barbara John, Prof. Monika Grütters, Dr. Ursula Hübenthal-Mathe und Dr. Hannah Schepers]