Erfahrungsbericht - Planspiel "Jugend und Parlament 2019"

13.06.2019

Vom 18-jährigen Edward Berg aus Berlin, plötzlich zum 44-jährigen Wentworth Altburg aus Nünberg.

Dank der Staatsministerin Monika Grütters, habe ich die Möglichkeit bekommen, vier Tage in die Rolle eines Abgeordneten zu schlüpfen. Ich traf dabei auf ca. 300 andere Jugendliche aus dem ganzem Bundesgebiet. Wir kriegten im Zufallsprinzip unsere fiktiven Lebensläufe und Fraktionen zugeteilt. Dabei gab es drei Fraktionen, wobei die größte die Opposition stellte. Wir simulierten dabei die Gesetzgebung des Deutschen Bundestages. Es war sehr aufregend, in den realen Fraktions-, Ausschuss- und Plenarsaal die Gesetzgebung zu simulieren.

Ich war Mitglied des Innenausschusses, dort gab es einen Gesetzesentwurf der Regierungsparteien über chancengleiche Bewerbung, es war sehr schwierig, Mehrheiten zu organisieren und was ich dort gelernt habe, eine Demokratie lebt nur von Kompromissen, die man eingehen muss, um Mehrheiten zu organisieren.

Außerhalb des Planspiels hatte ich die Gelegenheit, mit Monika Grütters zu sprechen und mit ihr meine Erfahrungen auszutauschen, dabei ermutigte sie mich, sich politisch zu engagieren, denn es sei wichtig.

Der Tag begann um 6 Uhr und endetet oft sehr spät manchmal bis 22 Uhr. Also, man hat auch an Schlafmangel gelitten, dies ist aber kein Problem, wenn man für die Sache brennt. Für jeden Nachwuchspolitiker ist dieses Planspiel eine super Sache, um Politik zu verstehen, denn es gab auch Absprachen hinter den Rücken vieler, das ich als sehr realistisch empfunden habe.

Das Highlight war, am letzten Tag die Plenardebatte im Reichstagsgebäude, wo die echten Politiker Gesetzte beschließen, dabei leiteten auch die echten Vizepräsidenten des Bundestages die Sitzung.

Es war mir eine große Ehre an diesem Planspiel teilgenommen zu haben, ich kann dieses nur jedem Jugendlichen ans Herz legen.

Edward Berg