Feierliche Zeremonie in Münster – Monika Grütters als Trägerin der „Putte“ ausgezeichnet

Knapp 120 geladene Gäste fanden sich am 28.08.2022 im Festsaal des Erbdrostenhofs zu Münster bei-sammen um der ehemaligen Kulturstaatsministerin Monika Grütters die „Putte“ zu verleihen – einem Preis, mit dem die Kaufleute des Salzstraßenviertels Personen ehren, die sich um die Kultur der Stadt verdient gemacht haben.       

Laudator des diesjährigen Festakts war Norbert Lammert. Der ehemalige Bundestagspräsident zitierte Theodor Adorno: „Die Aufgabe der Kunst ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen“. Grütters habe es als langjährige Kulturpolitikerin geschafft, „Ordnung in das Chaos zu bringen“. Vor allem die Erhöhung des Kulturetats des Bundes auf über zwei Milliarden Euro jährlich wäh¬rend Ihrer Zeit als Staatsministerin für Kultur und Medien könne man ihr anerkennen. Lammerts munterer Stil - „Ganz so niedlich wie die Putte ist Monika Grütters nicht, aber fast so goldig“ - sorgte für eine gesellige Atmosphäre bei den Gästen, darunter u.a. der Oberbürgermeister Markus Lewe, weitere Vertreter der Stadt Münster sowie persönliche Angehörige der Bundestagsabgeordneten.  

Die Geehrte warb in ihrer leidenschaftlichen Dankensrede ausdrücklich für die Kulturförderung. In Zeiten „populistischer Einfalt“, so Grütters, müsse man das Engagement für „kulturelle Vielfalt“ aufrechterhalten. Münster nehme diesbezüglich eine Vorzeigerolle ein und wisse den Wert vielfältiger Kultur wertzuschätzen. Dass die AfD in Münster regelmäßig ihr bundesweit schlechtestes Ergebnis erziele, sei kein Zufall. Grütters bekannte sich zu ihrer Heimatstadt und würdigte das bunte kulturelle Angebot, das die öffentliche Hand und bürgerschaftliches Engagement sicherstellen. Mit Blick auf die vielerorts zu beobachtende Spaltung der Gesellschaft warb die Politikerin in einem flammenden Appell auch weiterhin für die Förderung dieser kulturellen Vielfalt. Ein starkes Kulturangebot könne zwischen den Menschen Brücken bauen und das Verständnis füreinander über die Grenzen zwischen unterschiedlichen Lebensweltwelten hinweg fördern.