Fotowettbewerb „Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland“

30.10.2020

Am 9. Oktober 2020, am ersten Jahrestag des antisemitisch motivierten Anschlags auf die Mitglieder der Synagoge in Halle bei dem zwei Menschen starben, wurde ein Aktionstag ins Leben gerufen, der ein sichtbares Zeichen des Miteinanders und der Solidarität mit jüdischen Bürgerinnen und Bürgern setzen soll.
Gleichzeitig wurde ein Fotowettbewerb zum Thema "Zusammenhalt in Vielfalt: Jüdischer Alltag in Deutschland" ausgelobt. Monika Grütters gehört sowohl den Initiatoren als auch der Jury an.

Monika Grütters betont:
„Jom Kippur, den höchsten jüdischen Feiertag, wählte der Täter für seinen grausamen Anschlag 2019 in Halle, dem zwei unbeteiligte Menschen zum Opfer fielen. Die schwere Eichentür der Synagoge hielt den Kugeln des Hasses stand und bot lebensrettenden Schutz für die jüdischen Gläubigen. Im Kampf gegen Antisemitismus brauchen wir offene Türen genauso wie geschlossene Türen. Begegnungen, Austausch und Zusammenhalt einerseits – Schutz, Abwehr und Strafverfolgung andererseits. 75 Jahre nach der Shoah muss sich jüdisches Leben weiterhin in Freiheit und ohne Angst entfalten können.
Mit dem Fotowettbewerb „Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland“ will ich gemeinsam mit der Initiative kulturelle Integration, dem Zentralrat der Juden in Deutschland und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland ein Zeichen für Solidarität und Verbundenheit setzen – ein Zeichen dafür, dass Vielfalt und Reichtum blühenden jüdischen Lebens in Deutschland Teil unserer gemeinsamen Identität und Geschichte sind.
Antisemitismus ist ein Angriff auf uns alle. Nur gemeinsam, im Zusammenstehen aller Kräfte dieses Landes, können wir ihn bekämpfen. Ich danke all jenen, die mit Leidenschaft und Sachverstand daran mitwirken!“

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Lebendigkeit und Vielfalt jüdischen Lebens in unserer Mitte zu zeigen. Selbst erstellte Fotos sollen illustrieren, wie das Miteinander und das Zusammenleben in Deutschland gelingen und wie unsere kulturelle Vielfalt bereichert wird.
Es können maximal drei Fotos eingereicht werden, wobei jedoch nur eins ausgewählt wird. Jedes Foto soll mit einem Titel versehen sein.

Der Fotowettbewerb endet am 20. Dezember 2020. Eine unabhängige Jury wird im Anschluss alle eingereichten Fotos ohne Angabe der Urheberin oder des Urhebers prüfen. Aus allen eingereichten Fotos wird die Jury die zehn zu prämierenden Bilder auswählen. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden nach der Juryentscheidung informiert.

Neben Monika Grütters gehören zur Jury: Iris Berben (Schauspielerin), Stephan Erfurt (Vorsitzender des Vorstandes der C/O Berlin Foundation), Dalia Grinfeld (stellv. Direktorin für Europäische Angelegenheiten bei der Anti-Defamation League), Dr. Felix Klein (Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus), Shelly Kupferberg (Journalistin und Moderatorin), Patricia Schlesinger (Vorsitzende des Degeto-Aufsichtsrats), Dr. Josef Schuster (Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland) und Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates).

Zu gewinnen gibt es folgende Preise:
1. Preis: 5.000 Euro
2. Preis: 3.000 Euro
3. Preis: 1.000 Euro
4. bis 10. Preis: je 500 Euro
Außerdem werden die prämierten Fotos in einer Ausstellung veröffentlicht, die als Wanderausstellung geplant ist.

Alle weiteren Infos rund um den Fotowettbewerb bekommen Sie hier:
www.kulturelle-integration.de/aktuelles/fotowettbewerb/