Gespräch über „Christenverfolgung“ mit Mitgliedern des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“

20.01.2022

Am 19. Januar 2022 folgten Mitglieder des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ der Einladung von Monika Grütters in den Deutschen Bundestag, um gemeinsam über das wichtige Thema „Christenverfolgung“ zu sprechen. Zu den Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern gehörten Richard Schütze (BKU-Diözesangruppenvorsitzender Berlin-Brandenburg), Florian Ripka (Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland), Prof. Michele Clark (US-Menschenrechtsexpertin), Regina Lynch (Projektdirektorin „Kirche in Not“ International) und André Stiefenhofer (Leiter Medien „Kirche in Not“).

Am gleichen Tag stellte die Organisation presseöffentlich ihren aktuellen Bericht mit dem Titel „Hört ihre Schreie – Entführung, Zwangskonversion und sexuelle Ausbeutung christlicher Frauen und Mädchen“ in Berlin vor. Gemeinsam mit internationalen Menschenrechtsaktivistinnen und Expertinnen für Menschenhandel haben die Mitarbeiter von „Kirche in Not" einen Bericht mit zahlreichen Fallstudien aus Ägypten, Nigeria, Mosambik, Syrien, dem Irak und Pakistan erstellt, der das Ausmaß der Menschenrechtsverstöße skizziert.
Das Anliegen von „Kirche in Not" ist es dabei, die Verbrechen zu stoppen. Das katholische Hilfswerk weiß die überwältigende Mehrheit der Muslime und maßgebliche Lehrautoritäten des Islam auf seiner Seite. Alle sind der übereinstimmenden Meinung: In der Religion darf es keinen Zwang geben. Der Gegner ist daher keine Religion, sondern eine barbarische Praxis, die von Fanatikern weltweit vorangetrieben wird.

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ wurde 1947 gegründet. Papst Benedikt XVI. hat das Hilfswerk im Herbst 2011 zu einer päpstlichen Stiftung erhoben. Heute hilft das Werk in mehr als 140 Ländern, in denen die Kirche verfolgt wird oder nicht genügend Mittel für ihre seelsorglichen Aufgaben hat. Zu den Aufgaben zählen die Aus- und Weiterbildung von Seminaristen, Priestern und Ordensleuten, der Bau und die Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen, die Übersetzung und das Verlegen der Bibel und anderer religiöser Literatur sowie die Ausstrahlung religiöser Rundfunkprogramme.