Künstlertreffen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

21.10.2019

Vom 10. bis 12. Oktober 2019 lud Monika Grütters als Sprecherin des Sachbereichs Bildung, Kultur und Medien des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) Künstlerinnen und Künstler zu dreitägigen Exerzitien und zur Begegnung in die im westlichen Münsterland gelegene Benediktinerabtei Gerleve ein.

Das jährlich stattfindende Künstlertreffen, das 2006 ins Leben gerufen wurde, reiht sich in eine Vielzahl von Initiativen ein, mit der das ZdK den Austausch zwischen Kirche und Künstlerinnen und Künstlern aus der Bildenden Kunst sowie aus den Sparten Theater, Musik, Literatur und Architektur unterstützt und fördert.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst am Ankunftstag kamen unter der geistlichen Begleitung des Benediktinerpaters Prof. Dr. Elmar Salmann 12 ausgewählte Künstlerinnen und Künstler und Vertreter des ZdK zu einem spirituell umrahmten Dialog zwischen Kunst und Kirche zusammen. Das Programm bot auch die Möglichkeit, sich den Gebeten der Mönche in der Abteikirche anzuschließen und sah Raum und Zeit zur Vertiefung und Reflexion vor.

Seit mehr als hundert Jahren lebt die Gemeinschaft der Benediktiner in der Abtei Gerleve. Das dem Patronat des hl. Joseph unterstellte Kloster wurde 1899 als bäuerliche Schenkung des Hofes Wermelt von Mönchen der Erzabtei Beuron gegründet und 1904 zur Abtei erhoben.

Der Konvent, dem heute 35 Mitglieder angehören, bewirtschaftet, ganz im Zeichen der benediktinischen Gastfreundschaft, zwei große Gästehäuser, das Exerzitienhaus Ludgerirast und die Jugendbildungsstätte St. Benedikt. Besucher sind eingeladen, sich den Mönchen beim gesungenen Stundengebet in der Konventskirche anzuschließen, die Buchhandlung zu besuchen, in der Gaststätte einzukehren und an dem vielfältigen kulturellen und spirituellen Angebot der Abtei teilzunehmen.

„Die Begegnung im benedektinischen Umfeld und die Gespräche über sinnstiftende Werte und die Orientierung, die Kunst, Kultur und Kirche bieten können, haben uns jenseits unseres hektischen Berufsalltages gut getan.
Eine offene und kulturfreundliche Demokratie verträgt jede Menge Religion! Als praktizierende Katholikin ist es mir wichtig, dass unsere Gesellschaft sich zu ihre christlichen Wurzeln und ihrer Identität bekennt. Die freie Kunst kann über die Politik hinaus ein wichtiger Vermittler dieser Wert sein“, betont Monika Grütters.