„Kultur vor Ort“ mit Philipp Amthor MdB und Eröffnungskonzert des Usedomer Musikfestivals

22.09.2020

Monika Grütters reiste im Rahmen ihrer Reihe „Kultur vor Ort“ am 19. September 2020 nach Mecklenburg-Vorpommern in den Wahlkreis „Mecklenburgische Seenplatte I – Vorpommern- Greifswald II“ ihres Bundestagskollegen Philipp Amthor.

In Anklam besuchten sie gemeinsam die Kirche St. Nikolai. Die Hansestadt Anklam liegt vor der Insel Usedom. Sie wurde 1243 erstmals urkundlich erwähnt. Anklam ist die Geburtsstadt von Otto Lilienthal, der als Begründer des Menschflugs gilt.
Die gotische Hallenkirche mit Ursprüngen aus dem Jahr 1300 St. Nikolai ist eines der markantesten Gebäude im Stadtbild von Anklam. Seit 2004 wird sie nicht mehr als Kirche genutzt, sondern wird bis heute inkl. Turm zum Ausstellungs- und Veranstaltungsraum unter dem Projektnamen „Ikareum - Lilienthal Flight Museum“ ausgebaut.

Auf der Insel selbst fand am Abend das Eröffnungskonzert des Usedomer Musikfestivals statt. Sein inhaltliches Profil und damit auch seine besondere Stellung in der europäischen Festivallandschaft gewinnt das Usedomer Musikfestival vor allem dadurch, dass es den Kulturraum der Ostsee-Anrainer erlebbar macht. So waren bisher u. a. Lettland, Litauen, Russland, Polen, Russland Finnland, Schweden und Norwegen musikalische Stationen. Intendant ist Thomas Hummel, der das Programm des Festivals nun schon seit dessen Entstehung im Jahr 1994 gestaltet. Ehrenschirmherr ist der im Jahr 2015 verstorbene Dirigent Kurt Masur.

Das Usedomer Musikfestival 2020 widmet sich dem Themenschwerpunkt Norwegen und möchte trotz Sicherheits- und Hygieneauflagen vom 12. September bis zum 10. Oktober mit einem vielfältigen musikalischen Programm seine Besucher begeistern.
Das 27. Usedomer Musikfestival wurde vom Baltic Sea Philharmonic eröffnet. Es vereint talentierte junge Musikerinnen und Musiker aus den zehn Ostseeanrainerstaaten. Das Orchester steht seit seiner Gründung unter der Leitung des estnisch- stämmigen Musikdirektors Kristjan Järvi.

Monika Grütters betonte:
„Die Möglichkeit, Kunst und Kultur zu erleben, ist eine entscheidende Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland. Kultur vermag es, Identität zu stiften und Gemeinschaft zu bilden. Deshalb fördern wir die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Räumen, auch um dort Orte der Begegnung und der Kommunikation zu erhalten.

Dass gemeinsamer Kulturgenuss auch unter den geltenden Beschränkungen möglich ist, zeigt das Usedomer Musikfestival und sendet damit ein wichtiges Signal der Hoffnung insbesondere an Künstlerinnen und Künstler, die auf Auftritte live und vor Publikum angewiesen sind.
Als eines der ersten Festivals in Deutschland startet es wieder mit einem vollen Programm. Viele Konzerte sind längst ausverkauft – dank zahlreicher treuer Freunde und Fans, die sich von der einzigartigen Verbindung von Kultur und Natur
zwischen Ostsee und Bodden in den Bann ziehen lassen. Ebenso anziehend ist die beinahe familiäre Atmosphäre: Es ist schön zu erleben, wie das Festival getragen wird von einem engagierten Kreis lokaler Unternehmer und vielen ehrenamtlichen Kräften. Diese Verbundenheit der Menschen vor Ort mit ihrem Festival ist etwas ganz Besonderes – ein Ausdruck der Wertschätzung für Künstlerinnen und Künstler und die Botschaft ans Publikum: Ihr seid uns hier willkommen, Ihr seid uns wichtig.“