Kultur vor Ort: Unterwegs im Kreis Düren mit Thomas Rachel MdB

12.05.2021

In ihrer Reihe „Kultur vor Ort“ besuchte Monika Grütters den Wahlkreis Düren ihres Bundestagskollegen Thomas Rachel MdB. Er ist Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung und Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU.

Es standen ein Besuch der Gnadenkapelle Aldenhoven, des Papiermuseums und des Leopold-Hoesch-Museums in Düren auf dem Programm. Im Anschluss fand eine Diskussionsveranstaltung statt.

Großes Ansehen als Wallfahrtsort genießt Aldenhoven seit 1659, als die Gnadenkapelle errichtet wurde. Sie ist der Gnadenkapelle in Altötting nachempfunden. Im Inneren der Kapelle befindet sich ein Altar barocker Art aus dem Jahre der Erbauung. Das Marienbild ist in einem Kasten, der mit wertvollen Steinen und Schmuck verziert ist, in den Altar eingelassen. 2013 wurde das Wallfahrtsteam als „Lebendiger Schatz" im Bistum Aachen ausgezeichnet.
Zusammen mit Bürgermeister Ralf Claßen, Ortsbürgermeister Amadeo Cellucci, Uwe Zimmermann und Heinz Josef Neumann vom Förderverein Gnadenkapelle, sowie Ralf Herhut und Klaus Schmandt vom Kirchenvorstand besichtigten Monika Grütters und Thomas Rachel das Ensemble von Auffindungskapelle, Gnadenkapelle und Kirche St. Martin im Aldenhovener Zentrum. Monika Grütters bedankte sich für die Einladung mit einem Eintrag in das Ehrenbuch der Gemeinde Aldenhoven für „einen bewegenden Besuch, ein Marienerlebnis der besonderen Art, für ein beeindruckendes bürgerschaftliches Engagement“.

Das Papiermuseum Düren wurde 1990 gegründet. Das Museum präsentiert sowohl die Stadtgeschichte als auch die Industrie- und Kulturgeschichte, die für die Region Düren von großer Bedeutung ist. Den Besucherinnen und Besuchern werden Informationen über die Entstehung erster Papierformen, die grundsätzliche Zusammensetzung des Werkstoffs Papier, seine Strukturen, Bedingungen und Anwendungen vermittelt.
Matthias Simon, Vorstandsmitglied des Museumsvereins und Geschäftsführer der Kanzan Spezialpapiere GmbH, führte durch das Papiermuseum.

Anschließend präsentierte die Direktorin der Museen der Stadt Düren Anja Dorn die Ausstellungen mit Werken der Klassischen Moderne des Leopold-Hoesch-Museums.
Im Gedenken an den Dürener Industriellen Leopold Hoesch wurde der Museumsbau im Jahr 1905 eingeweiht. Das Leopold-Hoesch-Museum versteht sich als offener Ort des Austauschs, der ständiger Wandlung ausgesetzt ist, zeitgenössische Tendenzen in seine Entwicklung integriert und, wie die Kunst selbst, immer im Fluss der Veränderung bleibt.

Am Abend fand eine hybride Veranstaltung zur aktuellen Kulturpolitik statt. Monika Grütters hob in ihrer Rede hervor, welche Bedeutung Kunst und Kultur für das gesellschaftliche Leben und für die Wirtschaft haben. Die Kunstschaffenden und Kulturbetriebe brauchen nach ihrer Überzeugung wirksame Hilfe zur Überwindung der Pandemie und für den Neustart nach der Krise.

Monika Grütters betonte:
„Ich wünsche mir nach der Corona-Pandemie eine Art „Neuen Gesellschaftsvertrag für die Kultur“. Da geht es um die bessere soziale Absicherung der Arbeitsverhältnisse Kreativer, um ein „Staatsziel Kultur“ im Grundgesetz, für das ich schon lange eintrete, da geht es auch um verbindliche Kultur-Förderquoten in einzelnen verantwortlichen Räumen.
Ich wünsche mir, dass wir uns als Gesellschaft im Licht der Corona-Erfahrung neu darüber verständigen, was uns Kultur wert ist – und zwar über den reinen Unterhaltungswert hinaus. Ich glaube, dass viele Menschen in dieser Krise gespürt haben, wie sehr Kultur Identität stiftet, wie sehr Kultur als Gemeinschaftserlebnis fehlt. Kein Bildschirmerlebnis ersetzt dieses Gemeinschaftserlebnis.“

Den Livestream der Veranstaltung können Sie sich auf dem Youtube-Kanal „Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren“ anschauen: www.youtube.com/watch?v=EA44iTk3TfQ