Monika Grütters zur Erklärung von Angela Merkel, nicht wieder für den Parteivorsitz zu kandidieren

29.10.2018

Heute Morgen hat unsere Bundesvorsitzende Angela Merkel dem Präsidium und dem Bundesvorstand der CDU erklärt, dass und warum sie im Dezember auf dem Bundesparteitag nicht noch einmal für den Bundesvorsitz der Partei kandidiert. Sie reagiert damit auf die Wahlergebnisse und Umfragen, mit denen die Union vor allem für das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit bestraft wird. Obwohl es dafür sicher vielfältige Gründe gibt, ist es Angela Merkel, die Verantwortung übernimmt.

Diese Haltung ist selten und zuletzt auch an anderer Stelle nicht eingelöst worden. Umso mehr verdient Angela Merkel für ihren souveränen Schritt größten Respekt.

Es geht eine 18 Jahre währende Ära für die CDU zu Ende, in der Angela Merkel als Bundesvorsitzende die CDU grundlegend modernisiert und in der Mitte unserer Gesellschaft verankert hat.

Nun macht sie den Weg für die von vielen gewünschte Erneuerung frei, das ist souverän. Angesichts geradezu tektonischer Verschiebungen überall um uns herum, aber auch in Deutschland, müssen jetzt alle, die in der Politik und vor allem in der Regierung Verantwortung tragen, für Stabilität sorgen.

Die Große Koalition sollte jetzt konzentriert arbeiten, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Dazu hat sie mit vielen guten Ministerinnen und Ministern auch das Potential. Angela Merkel gebührt großer Dank für ihre große Leistung.

Ihre Monika Grütters