Netzwerk Kultur der CDU Deutschlands

01.10.2020

Am 28. Oktober 2020 traf sich das Netzwerk Kultur der CDU Deutschlands. Coronabedingt fand die Sitzung als Hybridveranstaltung statt – so viele Mitglieder wie möglich sowie die beiden Vorsitzenden Monika Grütters und Ina Grätz waren vor Ort in der CDU-Bundegeschäftsstelle, andere Mitglieder des Netzwerks wurden per Video hinzugeschaltet.

Zu Beginn der Sitzung gab Monika Grütters einen Überblick über die Corona-Hilfen der BKM und der Länder. In diesem Zusammenhang wies sie darauf hin, dass der Bereich „Kultur und Medien“ einen eigenen Hilfsfonds erhalten habe. Dies sei ein deutlicher Beleg für den hohen Stellenwert der Kultur und Kreativwirtschaft in Deutschland. Zugleich betonte Monika Grütters, dass es nun vor allem um eine zügige Erarbeitung und Umsetzung von Eröffnungsszenarien für die Kulturschaffenden gehen müsse. So seien die finanziellen Unterstützungsleistungen zwar wichtig - sie könnten die Not aber nur lindern, nicht alle Probleme lösen.

Im Laufe der Diskussion lobten sowohl Christine Berg (Vorsitzende des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater) als auch Sabine Verheyen (Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung im Europäischen Parlament) das Engagement der Bundesregierung und der BKM für den Kulturbereich. So blicke ganz Europa mit großem Respekt auf die Maßnahmen der Kulturförderung in der Pandemie. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Frau Grütters nehme die Kulturwirtschaft in Deutschland eine einzigartige Stellung in Europa ein.

In Bezug auf die europäische Kultur- und Kreativwirtschaft bedauerte Sabine Verheyen das mangelnde Engagement der meisten europäischen Staaten für den Kulturbetrieb. Sie unterstrich in diesem Zusammenhang, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa immerhin 4,2 Prozent des GDP (Bruttoinlandsprodukt) in Europa ausmache und man 7 bis 8 Millionen Arbeitsplätze nicht einfach links liegen lassen könne. Daher habe man im Parlament beschlossen, im Rahmen der Verabschiedung des Next Generation EU-Programms 2 Prozent für Kulturförderung ausgeben zu wollen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung skizzierte Ansgar Heveling MdB (Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) den Stand der Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht. Dabei ging es unter anderem um die umstrittenen Upload-Filter.

Zum Abschluss der Veranstaltung sprachen Ina Grätz und Anna Schwanz (Gründerin der Galerie Office Impact) über das Thema „Galerien neu denken“, indem sie neue Formate der Arbeit von Galerien und Galeristen aufzeigten. So unterstrich Anna Schwanz, dass es ein wesentliches Ziel ihrer Arbeit sei, Galerien als multidimensionalen Raum zu begreifen, der vielfältige Möglichkeiten für das Wirken von Galerien, aber auch für die Tätigkeit vieler Galeristen eröffne. So seien Galerien auch als Orte zu verstehen, wo Netzwerke gebildet und internationale Kooperationen weiterentwickelt werden sowie Künstler und private Nutzer in Sachen Kunst beraten und miteinander vernetzt werden. Nicht zuletzt, so das Plädoyer von Anna Schwanz, sei die Kulturbranche schließlich auch als ein Wirtschaftsfaktor von nicht zu unterschätzendem Wert zu verstehen.