Netzwerk Kultur der CDU Deutschlands

20.01.2021

Am 18. Januar 2021 traf sich das Netzwerk Kultur der CDU Deutschlands digital.

Monika Grütters betonte, dass die Kultur- und Veranstaltungsbranche während der Corona-Pandemie hart getroffen sei. Von der 1 Milliarde Euro an Hilfsmaßnahmen seien 900 Mio. Euro in 37 Programmen verbindlich belegt. „Kultur ist mehr als Unterhaltung – sie ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft, dient als Bildungseinrichtung und ist Kernelement der Demokratie“, sagte Grütters. Außerdem könne die Kultur Menschen vor der häuslichen Isolation bewahren. Deshalb müssten Studien über Öffnungsszenarien stärker verbreitet und ernsthaft diskutiert werden. 

Darüber hinaus gab Monika Grütters einen Rückblick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Hier gab es Ratsschlussfolgerungen zur Meinungsvielfalt und Freiheit der Presse sowie Beschlüsse zur Geschlechtergerechtigkeit.

In seinem Vortrag ging es dem Architekten und Kurator Prof. Dr. Friedrich von Borries um „Nachhaltigkeit in der Kultur“. Das Netzwerk war sich einig, dass mittlerweile ein großes Problembewusstsein für Nachhaltigkeit im Kulturbereich existiert. Bei der Umsetzung mangelt es allerdings noch an vielen Stellen. Positiv sei, dass die BKM und die Deutsche Welle einen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt haben. Es gilt bei dem Thema jedoch viele wichtige Punkte zu beachten. So sollten die Internationalität von Kunst und Kultur sowie der globale Austausch der Ökologie nicht komplett geopfert werden. Andererseits verlieren in der Corona-Pandemie viele etablierte Vorgänge im Bereich „Nachhaltigkeit“ aufgrund aktueller Hygienemaßnahmen an Bedeutung.
„Kultur hat eine Vorbildfunktion. Deshalb muß man, wo und wann es geht, mit eigenen Projekten und in den eigenen Häusern mit gutem Beispiel vorangehen.  Nur so können wir alle gemeinsam beim Thema „Nachhaltigkeit in der Kultur“ erfolgreich sein“, so Grütters.

Referent des zweiten Vortrages war der Intendant der Deutschen Welle Peter Limbourg. Er sprach über das Thema "Freie Informationen für freie Entscheidungen - Zur Entwicklung des deutschen Auslandssenders Deutsche Welle". Er erklärte, dass die Deutsche Welle wöchentlich 250 Mio. Menschen erreicht. Auch die digitalen Angebote der Deutschen Welle werden sehr gut genutzt, denn in vielen Ländern seien die Menschen online und haben Zugriff auf die digitalen Angebote.
Das Netzwerk war sich einig: So gut wie heute war die Deutsche Welle noch nie aufgestellt – finanziell und inhaltlich. Sie mache eine sehr gute Arbeit, die stets auf den Dialog ausgerichtet ist.
Limbourg betonte, dass die Deutsche Welle eine große Glaubwürdigkeit in der Welt genießt, da sich die Politik inhaltlich nicht einmische.
Monika Grütters: „Die Bedeutung der Medienvielfalt und eines unabhängigen Journalismus ist unsere politische Botschaft in der Welt.“