„WANDERLUST - Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“

Während heute viele Menschen die großen Metropolen für sich als Reiseziel bestimmen, darunter auch Berlin, versuchen andere dem Großstadtwahn zu entfliehen. Für sie dominieren in den Zentren der Großstädte nur Lärm, Trubel und Gestank. Die Alternative ist die Flucht in die Natur. Berge besteigen und Wälder durchwandern, - das sind die Aktivitäten, die die Naturbewunderer lieben. Doch wann fand diese Bewunderung ihren Anfang? 

Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen zu Beginn des 19. Jahrhunderts und den sogenannten ,,Stürmern und Drängern‘‘ wurden das Wandern und die Entdeckung der einst gefährlichen und unbekannten Natur zu Leitmotiven des Lebens, der Literatur und der Kunst. Eins der bedeutsamsten Werke der Wander-Malerei ist das 1818 entstandene, berühmte Gemälde ,,Wanderer über dem Nebelmeer‘‘ von Caspar David Friedrich. Dieses und weitere Kunstwerke, wie ,,Herr auf einem Hügel‘‘ von Georg Friedrich Kerstings oder ,,Wanderer auf Bergeshöh‘‘ von Carl Gustav Carus, sind für Kunstliebhaber in der Alten Nationalgalerie in Berlin zu besichtigen.
Die Werke verdeutlichen, wie wirkmächtig das Motiv des Wanderns im 19. Jahrhundert bis zur heutigen Moderne nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa war.

Die Ausstellung ,,Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir‘‘, die die Freunde der Nationalgalerie mit Leihgaben unterstützt, stellt mehr als 100 Gemälde zur Schau. Sie können noch bis zum 16. September 2018 in der Alten Nationalgalerie bewundert werden.