„Wir waren Nachbarn – 172 Biografien jüdischer Zeitzeugen“ im Rathaus Schöneberg

26.10.2020

Monika Grütters besuchte am 21. Oktober 2020 die Ausstellung „Wir waren Nachbarn – 172 Biografien jüdischer Zeitzeugen“ im Rathaus Schöneberg. Mit dabei waren Dr. Simone Ladwig-Winters (Projektleitung und wissenschaftliche Beratung), Stefan Bruns (Leiter Amt für Weiterbildung und Kultur), Matthias Steuckardt (Stadtrat für Bildung, Kultur und Soziales des Bezirks Tempelhof-Schöneberg und CDU-Kandidat für den Posten des Bezirksbürgermeisters in Tempelhof-Schöneberg 2021) und Katharina Senge (CDU-Kandidatin für die Wahlen zum  Berliner Abgeordnetenhaus 2021).

Die Ausstellungsinstallation besteht aus unterschiedlichen Komponenten. Biografische Alben, Hörstationen, die Namen der Deportierten, Tafeln der Exilländer, das Archiv der Erinnerung, ein Interviewfilm, ein Infomonitor und eine Bücherwand lassen die Besucherinnen und Besucher eintauchen in das jüdische Leben zwischen 1933 und 1945.
Zurzeit dokumentieren mehr als 170 Biografien die Lebens- und Leidensgeschichte von jüdischen Bürgern aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Ausstellung geht auf eine mehr als 30-jährige Zeitzeugen- und Erinnerungsarbeit zurück, bei der anfangs die Suche und die Kontaktaufnahme zu einigen in alle Welt vertriebenen ehemaligen Schönebergerinnen und Schönebergern den Schwerpunkt bildete. Persönliche Fotos, Dokumente und Berichte machen jetzt ihre Geschichte erfahrbar.

Monika Grütters betonte:
„Das Konzept der Ausstellung und die Umsetzung in Form dieser Installation sind mustergültig und beispielhaft. Die Besucherinnen und Besucher können auf unterschiedliche Weise das Leben ehemaliger jüdischer Nachbarn kennenlernen. Die einzelnen Schicksale nachzuvollziehen, indem man sich Zeit nimmt, um an Tischen in persönlichen Fotoalben zu blättern, ist ein sehr subjektives, auch emotionales Erlebnis. Kommen auch Sie vorbei und entdecken Sie persönliche Geschichten jüdischen Lebens - die sich ähneln und doch ganz unterschiedlich sind.“

Veranstalter der Ausstellung ist „frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung e.V.“ in Kooperation mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Abteilung Bildung, Kultur und Soziales. Seit 2010 ist mit Unterstützung der Senatsverwaltung Kultur aus dem Projekt WIR WAREN NACHBARN eine Dauerausstellung geworden.

Der Eintritt für die Ausstellung „Wir waren Nachbarn – 172 Biografien jüdischer Zeitzeugen“ ist kostenfrei. Die Ausstellungshalle befindet sich im Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin.
Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags 10 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags ebenfalls 10 bis 18 Uhr.

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es aktuell spezielle Besucherregeln.
Wenn Sie die Ausstellung besuchen wollen, melden Sie sich Montag bis Donnerstag bitte am Haupteingang vom Rathaus Schöneberg beim Pförtner an. Sie werden dort abgeholt und zur Ausstellung begleitet. Samstags und sonntags klingeln Sie bitte, um die Ausstellung zu besuchen. Sie werden dann ebenfalls abgeholt.

Hygieneregeln für die Ausstellung:
• Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher sowie die Besuchszeit werden schriftlich dokumentiert und vier Wochen aufbewahrt.
• Das Tragen einer Gesichtsmaske ist verpflichtend.
• Bei dem Betreten der Ausstellung müssen die Hände desinfiziert werden.
• Es dürfen sich max. zehn Besucher gleichzeitig in der Halle aufhalten.
• Die Alben dürfen nur mit den bereitgestellten Handschuhen berührt werden.